Hypnotischer Zustand ist ein Trancezustand, also ein bestimmter Zustand, wo der innere Kritiker besonders ruhig gestellt ist. Ungefähr 80-90% am Tag denken wir dieselben Gedanken, dieselben Muster und Schleifen werden durchlaufen. Diese wiederkehrenden gleichen Gedanken machen uns häufig Probleme, denn sie lassen uns nicht aus der Gedankenschleife raus. Dieses “Hintergrundrauschen“ kann uns sehr ablenken von dem, was gerade ist. Im hypnotischen Zustand fahren wir dieses Hintergrundrauschen erst mal runter. Das lässt sich vergleichen mit einem meditativen Zustand.

Es gibt nun ganz konkrete Techniken wie ich diesen Zustand erreiche und auch Techniken und Prinzipien, wie ich in diesem Zustand auch Veränderungen machen kann, also wie ich ganz konkret an mir selbst arbeiten kann oder mit anderen Menschen als Coach. Es sind Möglichkeiten, wo jemand in einen Zustand kommt, in dem er besonders offen und bereit ist für Veränderungen, auch für schwierige Veränderungen. Wenn man z.B. Angst hat, dann hilft der hypnotische Zustand dies abzufangen, sodass man wirklich sieht: Das ist in Ordnung. Du kannst dich verändern und du kannst das ganz in Ruhe machen, ganz in deinem eigenen Tempo.

Und man kann auch sehr starke Veränderungen in sehr kurzer Zeit machen, weil das Unterbewusste sehr schnell lernt. Das Unterbewusstsein lernt leichter als der Verstand. In der Hypnose erkennt das Unterbewusstsein: Da ist jetzt nichts Gefährliches an der Veränderung, sondern es tut mir gut. Es ist das, was ich will. Das Unterbewusstsein macht Veränderungen und wünscht sich diese auch. Es wünscht, dass wir uns weiterentwickeln und uns verändern. Wenn ich z.B. unzufrieden bin, dann ist diese Unzufriedenheit ein Zeichen meines Unterbewusstseins, dass da Veränderung möglich ist. In Hypnose kann es sich so verändern wie es möchte. Und das Bewusstsein bekommt das auch mit. Der Verstand sollte uns nur zeigen, wie es geht.

Menschen, die in einem guten Hypnocoaching hypnotisiert werden oder die sich selber hypnotisieren, merken oft nach einer Sitzung wie gut sich diese Veränderung anfühlt und fragen sich, warum sie diese Veränderung nicht schon früher gemacht haben. Man hat das Gefühl wie „das war ja gar nicht so schwer“.